Georges Dussau
Georges Dussaus ungegenständliche Arbeiten sind bizarre, gleichsam in viele Linien und Flecken zersprengte Formen, die der Künstler auf eine Fläche bringt. Farbliche Verhaltenheit prägt oft seine Bilder. Das Bizarre ist das Ergebnis wohlüberlegter, diffiziler Technik. Wie macht man eine Fläche formal reich, interessant und spannungsvoll, ohne gegenständliche Motive abzubilden?

Auf diese Frage hat Dussau in der Nachfolge Kandinskys als Fürsprecher des rein Geistigen in der Kunst technisch raffinierte, formalästhetisch reizvolle und in Sachen abstrakter Ornamentik originelle Antworten gefunden.

Die Radierung in ihrer Genauigkeit ist die ideale
Technik für Dussau. Die geritzte Fläche lässt keinen Irrtum zu. Sie ist endgültig und passt zu Dussaus Spontaneität. Er möchte, dass man eine Radierung in zwei Zeiträumen betrachtet, damit man ihr Geheimnis nicht sofort errät. Seine Werke weisen ungeachtet von Entwicklung und Variation eine starke einheitliche Prägung auf - das Grafische, die lineare Form, die Strukturierung der Fläche.
Biografisches

1947

geboren in Chalon-sur Saóne, Frankreich

Studium an der Ecole des Beaux Arts, Paris, Malerei und Grafik

seit 1970
freischaffender Künstler


zahlreiche Einzelausstellungen
u. a. in Frankreich, Deutschland, Österreich, USA und in der Schweiz

Dussaus Werke werden regelmäßig auf den wichtigsten Kunstmessen in Basel, Chicago, Paris und New York gezeigt.