Bruno Bruni
Grazie, Sinnlichkeit, Formvollendung und Intuition zeichnen das Werk Bruno Brunis aus. Mit seiner Fantasie und seinem Einfühlungsvermögen begeistert der Grafiker und Zeichner die Menschen überall auf der Welt. War er in den frühen 1960er Jahren noch von Horst Janssen und Paul Wunderlich beeinflusst, wandte er sich später mehr dem Phantastischen Realismus zu.

Der Mensch steht im Mittelpunkt der Arbeiten Brunis. Während er sich in ganz frühen physiognomischen Studien mit sozialkritischen Aspekten auseinandersetzt, widmet er sich in seinem Zyklus 'Zärtlichkeiten' flüchtigen Umarmungen, die von einer lyrischen Erotik sind. Brunis Zeichnungen zeigen eine ebensolche zarte Sinnlichkeit, wenn er florale Motive allmählich in einen weiblichen Körper verwandelt.
In der Bildfolge der 'Zauberer' nimmt Bruni den
Betrachter mit in die Welt der Magie und Zauberkunst. Hier zitiert er Figuren aus dem Gemälde 'Taschenspieler' von Hieronymus Bosch.

Ausdrucksstark, doch nie aufdringlich sind diese zarten Arbeiten, in denen er sich sowohl in der Wahl der Themen als auch der Technik als vielfältiger und spannungsreicher Künstler erweist. Seine Techniken, die er meisterhaft beherrscht, sind die Zeichnung und die Lithografie, der Steindruck.

In seinem grafischen Werk wie in seinen Skulpturen (meist Bronze und Diabas) steht die Schwingung der schönen Linie, verbunden mit technischer Brillanz, im Vordergrund seines Schaffens.
Biografisches

1935

geboren in Gradara/ Pesaro, Italien

1953 - 59
Studium am Instituto d'Arte di Pesaro

1960
Studium an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste

seit 1959
internationale Einzelausstellungen u. a. in Rom, London, Tokio, New York

1965
freier Künstler in Hamburg

1967

Stipendium des Lichtwark-Preises der Stadt Hamburg

1977
Internationaler Senefelder Preis für Lithografie