Bram Bogart
Auf seinem künstlerischen Weg hat sich Bram Bogart von der zunächst figurativen zu einer rein gestischen Malerei entwickelt. Das Licht, der Leuchtfaktor, gewann in seinen Bildern, in denen reine Malerei und Farbe dominieren, immer mehr Bedeutung. Fast bildhauerisch arbeitet der Künstler, wenn er die Farbe aus Eimern auf die großflächige Leinwand gießt, um sie dann weiter zu bearbeiten.

Im Bereich der Drucktechnik kam seiner Arbeitsweise das Verfahren der Aquagravure entgegen. Hierzu fertigt der Künstler zunächst eine Holzplatte mit reliefartigen Erhebungen an. Von dem
Prototyp wird eine elastische Form aus Kautschuk hergestellt. Die eingefärbte Form wird auf feuchtes, handgeschöpftes Papier gebracht. Das Wasser entweicht durch die Kompression. Diese Technik ermöglicht ihm, die Dreidimensionalität seiner Malerei zum Ausdruck zu bringen. Jeder fertige Druck wird von dem Künstler noch einmal von Hand bearbeitet und hat damit einen Originalcharakter.

Bram Bogart bringt Farbe ins Leben, prall und unübersehbar.
Biografisches

1921

in Delft (Holland) geboren

1933 - 36
Lehre als Anstreicher in Delft

1939
Beginn seiner Karriere als Künstler

1943 - 44
Besuch der Kunstakademie in Den Haag. Es folgen erste Einzel- und Gruppenausstellungen

1969 nimmt er die belgische Staatsangehörigkeit an

1989 Beginn der Aquagravure-Arbeiten

Bram Bogart lebt und arbeitet in Belgien


Preise:

1964
Guggenheim-Preis / New York für sein Gemälde „Lokland“

1965 Belgischer Kritikerpreis, Charleroi

1969 Europapreis für Malerei in Ostende

1987 Jules Raeymakers-Preis von der Königlichen Akademie Belgien