Ulrike Möhle
Verborgene Vielfalt

Die Keramiken von Ulrike Möhle erinnern an Früchte und Kuben. Auf den ersten Blick erscheinen ihre geometrischen Objekte verschlossen und kompakt. Die raue Oberfläche ist jedoch mit gefärbten Ritzen und Furchen belebt, die im Innern Farbigkeit erahnen lassen. Ulrike Möhle überrascht mit keramischen Inszenierungen. Jedes Ihrer Objekte lässt sich nicht nur öffnen und schließen, sondern tief eingebettet wie die Kerne einer Frucht
oder wie Schätze in einer Schatulle verbirgt sich das meist farbenprächtige Bild einer verschachtelten Innenseite. Die Arbeiten der Künstlerin gewinnen aus der Wechselbeziehung von Innen und Außen ihre Lebendigkeit. Der Betrachter kann die geöffnete Skulptur beliebig drehen und stellen – immer wieder ergibt sich eine neue Sicht auf das Objekt.
Ulrike Möhle wurde 1961 in Ludwigsburg, Baden-Württemberg, geboren und studierte Plastik / Keramik an der Universität Mainz. Bereits 1989 gewann sie den Förderpreis „Zeitgenössische Keramik Offenburg“, den 3. Preis „Kunst und Künstler aus Reinland-Pfalz“ (1990), sowie den „Hauptpreis für Zeitgenössische Keramik“ in Offenburg (1991). Es folgte ein Studium der Bildhauerei und Plastik an der Hochschule der Künste Bremen und der Abschluss als Meisterschülerin bei Prof. Fritz Vehring. 1996 nahm sie ein Arbeitsstipendium in Kobe in Japan wahr und 2003 folgen Lehraufträge an der Hochschule in Vechta und der Universität in Bremen. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin auf einem ehemaligen Bauernhof in der Nähe von Bremen in Syke-Okel.