Niki Boden
Zuordnen lassen möchte sie sich weder der konventionellen Kunst noch dem Design und bezeichnet sich am liebsten als autodidaktische Kunstobjektlerin. 1990 entwickelte Niki Boden ein eigenes Grundmaterial und eine spezielle Arbeitstechnik, mit der sie ihre Ideen realisieren konnte. Dieses Verfahren wird 1992 patentiert, wodurch die Unnachahmlichkeit ihrer eigenwilligen Objekte garantiert wird, die seit 1990 auf Messen und in Galerien ausgestellt und vertrieben werden. Die skurrilen Kreationen bestechen durch eine ungewohnte Intensität an Farben und luminiszierenden Materialien. Komplexe Körper aus nahtlos gesetzten Straßstein-Mosaiken in Kombination mit changierenden Irisfolien bewirken Schillereffekte aller Farbnuancen. Im strahlenden Glanz der prunkvollen Objekte läßt sich oft erst beim zweiten Blick die witzig unorthodoxe Verwendung trivialer Alltagsutensilien entdecken: Haushaltswaren, Gartengeräte, Drogerieartikel, Elektronik-, Baumarkt- und Schrotteile werden zweckentfremdet so “bio-logisch” eingepflanzt, daß sie nur noch von geübten Augen enttarnt werden können. Ein
weiteres Merkmal der illustren Lebewesen ist ihr dynamisches Eigenleben. So bedürfen die durch Federn und Gelenke verbundenen Einzelteile nur eines kleinen mechanischen Anstoßes, um sich in Bewegung zu setzen. Andere beziehen ihre Mobilität über Aufziehwerke oder Elektromotoren und weitere blinken - strom-betrieben- mit Glühbirnenaugen flackernd in die Umgebung. Neben der rein dekorativen Verwendung als Raumschmuck verfügen viele Geschöpfe noch über einen funktionellen Wert und finden Verwendung als Brosche, Haarspange, Ohrclip, Ring, Brille, Tischfeuerzeug, Flaschenkorken, Aschenbecher, Schmuckdose, Spiegel oder Leuchobjekt. In ihrem Atelier stellt Niki Boden neben Kleinserien von Schmuck, Tischfeuerzeugen (bis 20 cm Größe) und Wohndekorobjekten (bis 60 cm) auch größere Einzelstücke nach Kundenwunsch her.

Biografisches

1961
in Düsseldorf geboren, studierte

1984
darstellende Techniken an der freien Kunstschule Stuttgart.

Ab 1985
verbrachte sie 5 Jahre an der FH Krefeld im Studienbereich Keramik und Objektdesign.