Nobert Sauer
Sauers Arbeit ist das Resultat der Auseinandersetzung mit dem Menschen und seiner Erfahrung in der jeweiligen Umgebung. Die Motive hierzu findet er in den ebenso banalen wie bizarren Momenten des Alltags, die faktisch nie ausgesprochen werden. Dabei geht es ihm darum, nicht einfach nur exakt gemalte Details zu kombinieren, sondern um die Emotionen, die das menschliche Dasein im individuellen Augenblick definieren: die Gemütslage des Menschen selbst, die er durch
die Mimik und Gestik zu verdeutlichen sucht. Inhaltlich resultiert daraus, dass er doppelbödig Augenblicke von Geschichten inszeniert, die dem Betrachter die Möglichkeit geben, sie weiter zu phantasieren. Begonnen hat er seine künstlerische Laufbahn mit überwiegend umwelt- und sozialkritischen Bildern und Auftragsarbeiten u.a. für das Magazin „Stern“. Im laufe der Jahre hat sich seine Aufmerksamkeit immer mehr dem Menschen selbst als emotionales Individuum gerichtet.

Biografisches

1956
geboren in Iserlohn

1971
Ausbildung zum Schauwerbegestalter autodidaktisches Studium der Malerei

seit 1980
freischaffend als Maler tätig

1989
Mitglied bei Robin Wood; umwelt- und sozialkritische Bilder

1990
erste Titelillustrationen für die Zeitschrift „Stern“

1993
„Bernhard- Kaufmann- Kunstpreis „Die Welt in Aquarell“

1993
Einrichtung einer Grafikwerkstatt, Entstehung erster Radierungen

1998
Wanderausstellung und Buchveröffentlichung „100 Vorschläge zu Berthold Brecht“ Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland Teilnahme an internationalen Kunstmessen