Pierre Alechinsky
Pierre Alechinsky gehörte wie Karel Appel und Corneille der dänisch-belgisch-niederländischen Künstlergruppe COBRA (1948-1950) an.

Seine gestalterischen Schwerpunkte der Buchillustration und der Typografie blieben auch in seinem späteren Schaffen lebendig. Das Traumhafte der Surrealisten faszinierte Alechinsky frühzeitig. Vor allem bewunderte er den surrealistischen Dichter und Denker André Breton, der sich mit Gestaltungskraft des Unterbewussten beschäftigte.

Von seiner Japanreise zurückgekehrt, machte sich eine Abkühlung der emotionalen Malgestik seiner informellen
Phase bemerkbar. Wesentlich unter Einfluss der japanischen kalligrafischen Tuschmalerei, über die er in Tokio und Kyoto sogar Filme gedrehte, nahm seine Malerei eine Wende zu ornamentalen, ruhigen Formen, wobei die schwarze Farbe bevorzugtes Gestaltungselement wurde.

Seine Grafiken wurden wegen der integrierten Texte oft 'sprechende Blätter' genannt.
Biografisches

1927

geboren in Brüssel

1944
Studium an der Ecole Nationale Supérieure d'Architecture et des Arts Décoratifs in Brüssel, Schwerpunkte Buchillustration und Typografie

1948 - 50
Künstler der dänisch-belgisch-niederländischen Gruppe 'COBRA'

1955
Japanreise

1965
Wechsel von einer pastosen Ölmalerei zu einer glatten Acrylmalerei

Alechinsky lebt in Bougival in Frankreich.