Eduardo Arroyo
Eduardo Arroyo, der zu den bekanntesten und erfolgreichsten figurativen Malern Spaniens gehört, hat in Auflehnung gegen das Franko-Regime um 20 Jahre in Paris gelebt und gearbeitet. Hier entwickelte der gelernte Journalist seine künstlerische Begabung. Mit seinen Bildern, aber auch mit seinen Schriften machte sich der Künstler zur kritischen 'Stimme von außen'.

In den 1960er Jahren griff er vor allem Kollegen wie Salvator Dalí und Joan Miró an, die seiner Ansicht nach durch passive Duldung das Terror-Regime unterstützten. Arroyos Angriff erfolgte, indem er ihre Gemälde verfremdete und zu Zeugnissen faschistischer Gewalt machte. Er löste die Arbeiten sozusagen aus der Kunstgeschichte heraus, um sie 'mit der
wirklichen Geschichte' zu verknüpfen.

Realismus und Pop-Art verbinden sich in seinen Arbeiten, die an Filmplakat-Realismus erinnern. Heute sind es tragikomische Figuren und die 'Dämonen des Alltags', die zum Inhalt von Arroyos Bildern werden.

Auch wenn er sowohl Ölbilder als auch Zeichnungen schafft, ist die Lithografie das wichtigste Medium für den spanischen Künstler. Es sind kleine Alltagsmythen, Erzählungen, die er 'unmittelbare Aspekte des Lebens' nennt. Arroyo hat sich aber auch einen Namen als Bühnenbildner gemacht. Seine Bühnenbilder haben in Hamburg, Berlin und Bremen Aufsehen erregt.
Biografisches

1937

geboren in Madrid

1958
Exil Paris; internationale Karriere als Schriftsteller, Bühnenbildener und Maler

ab 1961
Ausstellungen in Paris, London, Rom, Zürich, München

1983
Großer Nationalpreis für Malerei Spanien

1995
Vertreter Spaniens auf der Biennale in Venedig

1997
Ehrung durch das Museo Nacional Reina Sofia in Madrid mit großer Retrospektive seines Werkes


Ausstellungen

1961

Galerie Claude Levin Paris

1983
Leonard Hutton Galleries New York

1989
Kunstmesse Mailand mit LEVY Hamburg/ Paris/ Madrid

1990
Volker Huber - Horst Nising Galerie, Frankfurt