A. R. Penck

In seinen Bildern bedient er sich Strichmännchen und grafischer Bildzeichen, die an Höhlenmalerei, asiatische Kalligrafie und Graffiti erinnern. In den 1970er Jahren entstanden so seine ersten Standart-Bilder . Unter diesem Begriff versteht Penck eine Kunstrichtung, die so einfache, archaische Bildzeichen verwendet, dass jeder Betrachter die entstehenden Bilder zu durchdringen vermag – wie etwa Verkehrsschilder oder Warenzeichen.

A. R. Penck war Teilnehmer der Documenta 5 in Kassel im Jahr 1972 in der Abteilung Individuelle Mythologien und auch auf

der Documenta 7 (1982) und der Documenta IX im Jahr 1992 als Künstler vertreten.

Penck wurde in den 1980er Jahren zu den „Neuen Wilden“ gezählt. In dieser Zeit trat er auch als Musiker in der Gruppe TTT auf – häufig gemeinsam u.a. mit Helge Leiberg.

A.R. PENCK 

(d.i.Ralf Winkler)

1939
geboren in Dresden

1945–53
Besuch der Volksschule

1955
wiederholte Bewerbungen an den Akademien in Dresden und Ostberlin werden abgelehnt

1954
Lehre als Werbezeichner, autodidaktisch tätig in den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Film, Schriftstellerei und Musik

1955
arbeitet als Zeitungsausträger, Stopfer (Margarinefabrik),Nachtwächter,
Kleindarsteller, Briefträger und Heizer; wird für die Artillerie gemustert

1963–65
Auseinandersetzung mit der Mathematik, Kybernetik, theoretischen Physik usw.

1968
Verwendung des Pseudonyms »A.R. Penck«

1972
Umzug nach Lindenau

1973–74
Einberufung zur Volksarmee

1974
Umzug nach Dresden

1980
Übersiedlung in die Bundesrepublik nach Kerpen, bei Köln

1983
Umzug nach London

1984
Free Jazz- und Rockmusik mit Musikern aus New York, London und Deutschland

1987
Haus in Kilalla/Nordwestirland

1988
Berufung als Professor an die Kunstakademie Düsseldorf

1991
Atelier in Berlin

1993
lebt und arbeitet in Dublin, Düsseldorf, Berlin