Mimmo Paladino
Paladinos Kunst sei vagabundisch,

betont der Künstler, d.h. mit ihr überschreite er verschiedene Grenzen, sowohl im geographischen wie im zeitlichen Sinn. Mimmo Paladino hat sich immer auf die Suche nach den Anfängen begeben, die seine Werke an die ästhetischen Wurzeln in den alten Kulturen - der griechisch-römischen, phönizischen, ägyptischen oder arabischen - erinnern lässt, und auch von seinem Interesse an archäologischen Ausgrabungen zeugt. So spannt sein Motivkreis
auch einen Bogen von christlicher Kunst bis zur klassischen Mythologie, von Bronzeskulpturen, die von den ägyptischen Gräbern der Apis-Stiere inspiriert sind. Sein Stil kann aber auch die frühe Beschäftigung Paladinos mit der Abstraktion der Moderne nicht verleugnen. Es verbinden sich formale Abstrahierung und kulturgeschichtliche Reflexion, die die Qualität der Werke Paladinos bestimmt.
Biografisches

1948

geboren in Paduli, Provinz Benevento, Italien

1964 bis 1968
Studium der Malerei am Liceo Artistico in Benevento. Beeinflusst von Max Ernst und Paul Klee experimentierte er mit Collagen, Frottagen und ungegenständlichen Bildern. 1968 beendete er die akademische Ausbildung mit Diplom und begann autodidaktisch frei zu malen.

1999
Retrospektive im Lenbachhaus in München

Werke von Mimmo Paladino finden sich in den Sammlungen der Tate Gallery in London, dem Irish Museum of Modern Art (IMMA) in Dublin, des Metropolitan Museum of Art und des Museum of Modern Art in New York.

Paladino zählt neben Sandro Chia, Francesco Clemente und Enzo Cucchi zu den Vertretern der italienischen Transavantgarde.

Der Künstler lebt und arbeitet in Mailand und Benevento, Italien.