Friedrich Meckseper
Friedrich Meckseper ist ein Meister der Radierkunst und hat mit seinen Werken internationale Aufmerksamkeit erregt. Der heute in Berlin lebende Grafiker und Maler schafft ungewöhnliche Stilleben, Kuriositäten aus der alltäglichen Gegenwart und ordnet sie in seinen Bildern neu an.

In ihrer Präzision erinnern die Dinge aus der rationalen Welt an Chiffren einer höheren Weltmechanik. Manuelle Messgeräte, Meilensteine, Mörser, Glühbirnen und Uhren bestimmen die Stilleben Mecksepers.
Mit seiner individuellen Ordnung schafft der Künstler eine besondere Spannung zwischen den Dingen.

Häufig findet man in seinen Bildern auch das Labyrinth als Metapher für die Irrwege des Lebens. Meckseper nutzt für seine Arbeit verschiedene Radiertechniken wie Strichätzung, Kaltnadel, Aquatinta und Vernis mou.
Biografisches

1936

geboren in Bremen, aufgewachsen in Stuttgart

1952 - 55
Mechanikerlehre in Stuttgart

1955 - 57
Staatliche Kunstakademie Stuttgart, erste Radierungen

1957 - 59
Hochschule für Bildende Künste, Berlin

seit 1958
Ausstellungsbeteiligungen

1960
erste Einzelausstellung im Oldenburger Schlossmuseum

1963
Deutscher Rompreis Villa Massimo

1961
Umzug von Berlin nach Worpswede

1968
Gastdozent an der Reading University, England

1970
Preis des „President of Kokusai Bunka Shinkokai“, 7th International Print Biennale, Tokio

1977 - 79
Leitung der Radierklasse an der Internationalen Sommerakademie Salzburg

1982
Preis der 6. Norwegian International Print Biennale, Frederikstad

1985
Übersiedlung nach Berlin

1990
1. Preis der 1st Kochi International Print Triennale, Japan