Ling Jian
Die Frage nach der Identität spielt die Zentrale Rolle in den Arbeiten von Ling Jian. Er selbst hat den Verlust kultureller Identität zweimal erlebt: in seiner Jugend während der chinesischen Kulturrevolution und mit seiner Entscheidung in Deutschland zu leben. Ling Jian wurde 1963 in China geboren, studierte an der Zentralen Kunstakademie in Peking am Institut für Malerei und zog nach seinem Studienabschluss im Jahre 1986 nach Wien. Heute lebt und arbeitet er in Berlin. Mit seinen Bildern will sich Ling Jian von der traditionellen asiatischen Malerei
lösen. Dem Betrachter die Möglichkeit zum Atmen geben. Sie soll Raum bieten „Für ein stimmiges Miteinander von Geist und Körper“. Der Ausdruck seiner Bilder hat einen philosophischen Hintergrund. „Ich will das einfangen was die Chinesen „qui“ nennen, die Energie und das Leere des Atems . Ich suche nach dem „dao“, dem Wie und dem Wesen des Wassers und der Steine. Entstanden sind seine Bilder vielfach in erdigen, kräftigen, dunklen Tönen, die wie Urlandschaften erscheinen.

Biografisches

1963
geboren in der Provinz Shandong, China

1982-1986
Studium der freien Malerei an der Zentralen Kunstakademie in Peking

1986
Dozent an der Boshan Fachhochschule für Kunst, Provinz Shandong, China

1987
Übersiedlung nach Europa.

1990
Performance „Weisses Blut“, Theater im Jugendpalast, St. Petersburg

1993
Performance „Ming“, MEDIALE Hamburg Deichtorhallen

1996
Chapel Art Center, Köln , Art Cologne, Förderprogramm

2000
ART Frankfurt, „Sanssouci“

2001
Gruppenausstellung im Zentrum für Kunst der Gegenwart